Early Access Anmeldung

Durch unseren Early-Access kannst du für die nächsten Monate alle Funktionen komplett kostenlos nutzen!

Wir schalten nach und nach mehr Plätze frei und aktivieren passende Funktionen für dich Schritt für Schritt.

Freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige

Als Selbstständige*r kannst du dich freiwillig gegen Arbeitslosigkeit versichern – und dir ein Sicherheitsnetz aufbauen, falls Aufträge ausbleiben.

VersicherungWeniger StressStarter

2. März 2026


Sicherheit trotz Selbstständigkeit

Selbstständigkeit bringt Freiheit mit sich, aber auch Risiko. Wenn Aufträge ausbleiben, gibt es kein Auffangnetz wie bei Angestellten. Die freiwillige Arbeitslosenversicherung kann hier absichern – sie zahlt Arbeitslosengeld, wenn du deine Selbstständigkeit aufgeben musst.

Das bedeutet mehr Sicherheit und Planungsspielraum in unsicheren Zeiten.

Was ist die freiwillige Arbeitslosenversicherung?

Die freiwillige Arbeitslosenversicherung ist eine Absicherung über die Agentur für Arbeit.

Du zahlst monatlich einen festen Beitrag und kannst im Notfall Arbeitslosengeld I erhalten – genau wie Angestellte. Voraussetzung ist, dass du vorher in einem versicherungspflichtigen Job warst und den Antrag rechtzeitig stellst.

Dann hast du ein staatliches Sicherheitsnetz, falls deine Selbstständigkeit endet.

Wer kann sich versichern?

Die freiwillige Arbeitslosenversicherung gilt nicht automatisch für alle Selbstständigen. Du kannst sie nur abschließen, wenn du:

  • vorher angestellt und damit pflichtversichert warst,
  • innerhalb von 3 Monaten nach Gründung den Antrag stellst,
  • mindestens 15 Stunden pro Woche selbstständig arbeitest.

Beiträge & Leistungen

Die Beiträge zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung liegen je nach Situation der Selbstständigen etwa zwischen 50€ und 100€ im Monat.

Nach mindestens 12 Monaten Beitragszeit hast du Anspruch auf Arbeitslosengeld I, falls du deine Selbstständigkeit beenden musst.

Die Höhe des Arbeitslosengeldes richtet sich nach deinem früheren Einkommen aus der Zeit als Angestellte*r.

Quelle

Wie funktioniert der Antrag?

Den Antrag stellst du bei deiner Agentur für Arbeit.

Wichtig: Er muss innerhalb von 3 Monaten nach Beginn deiner Selbstständigkeit eingehen, sonst verfällt dein Anspruch.

Du brauchst:

  • Nachweis über den Beginn deiner Selbstständigkeit (z. B. Gewerbeanmeldung oder steuerliche Erfassung),
  • Nachweis über deine frühere sozialversicherungspflichtige Beschäftigung,
  • Formular „Antrag auf freiwillige Weiterversicherung“.

Nach Prüfung des Antrags schickt dir die Agentur für Arbeit einen Bescheid und du zahlst die Beiträge monatlich per Überweisung oder SEPA-Mandat.

Vorteile & Nachteile

Werfen wir einen Blick auf Vor- und Nachteile der freiwilligen Arbeitslosenversicherung.

Vorteile:

  • Du hast Anspruch auf Arbeitslosengeld I, wenn du deine Selbstständigkeit beenden musst.
  • Du bleibst in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung und kannst später wieder leichter in eine Anstellung wechseln.
  • In der Gründungsphase gilt ein reduzierter Beitragssatz – du zahlst nur die Hälfte.

Nachteile:

  • Der Beitrag ist fix – egal, wie hoch dein Einkommen ist.
  • Die Leistung richtet sich nach deinem früheren Angestelltengehalt, nicht nach deinem jetzigen Umsatz.
  • eine ordentliche Kündigung deinerseits ist erst nach 5 Jahren möglich

Alternativen & Tipps

Tatsächliche Alternativen zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung gibt es kaum – aber du kannst versuchen dein Risiko auf andere Weise abzufedern:

  • Rücklagen bilden: Die flexibelste Lösung. Wenn du regelmäßig sparst, kannst du Durststrecken selbst überbrücken.
  • Netzwerke & Kund*innenpflege: Stabile Aufträge und gute Beziehungen sind die beste Prävention gegen Arbeitslosigkeit.

→ Nur die freiwillige Arbeitslosenversicherung bietet einen rechtlichen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Alle anderen Maßnahmen können dich finanziell stabilisieren, aber ersetzen diesen Schutz nicht.

Zusammenfassung

    Die beste Vorbereitung können wir dir in unserer App geben:

    Rechtliche Einordnung: Unsere Guides enthalten allgemeine Tipps & Tricks und stellen keine individuelle Rechts-, Finanz- oder Steuerberatung dar.